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Neuigkeiten
...in der Spreewaldstadt Lübben.

Die liebenswerte Stadt bietet kulturvolles,
reizvolles, unterhaltsames, lukullisches, Sportvergnügen –
kurz: alles, was man zu einem prima Urlaub braucht.


Das Gemälde von Marie Moritz „Heuschober im Winter“ ist in der Ausstellung „Brotlose Kunst? Die Malerinnen Marie Moritz und Frieda Boehr“ vom 26. Mai an im Stadt- und Regionalmuseum Schloss Lübben mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen. Foto: Museum Schloss Lübben


Malerinnen der Vergessenheit entrissen

Stadt- und Regionalmuseum erinnert an Marie Moritz und Frieda Boehr

Ihre Bilder waren in vielen gutbürgerlichen Lübbener Haushalten gut platziert und ebenso gern gesehen – die Spreewald-Impressionen der in Lübben geborenen Malerinnen Marie Moritz (1860 bis 1925) und Frieda Boehr (1877 bis 1967). Jüngeren sagen ihre Namen fast nichts mehr. Ältere Lübbener erinnern sich gern an deren Werke, schon deshalb, weil die Eltern die im Bild festgehaltenen Eindrücke auch mochten. Grund genug für das Team des Lübbener Stadt- und Regionalmuseums, um sich dem Andenken und des Werkes beider Künstlerinnen mit einer Ausstellung zu widmen. Die soll nach einer Vernissage am 21. Mai bis zum 20. September in den Räumen für Sonderschauen im Museum präsentiert werden.

Diese Ausstellung hat, und das ist für Präsentationen des Museums beachtenswert, einen Untertitel: „Brotlose Kunst?“ Wie Ausstellungs-Gestalter Philip Kardel deutlich macht, möchte das Museums-Team mit dem Zeigen der Bilder auch auf die soziale Lage freischaffender Künstler jener Zeit (und vielleicht vieler auch heute) hinweisen. Über das Leben von Marie Moritz ist sehr wenig bekannt, was Besucher der Ausstellung mit Hinweisen für die Museums-Mitarbeiter ändern könnten. Von Frieda Boehr ist bekannt, dass ihr die Zerstörung Lübbens in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges so gut wie nichts Materielles ließ. Sie hatte gesundheitliche Schwierigkeiten, zwar ein Dach über dem Kopf nach dem Inferno von 1945, aber immerhin noch künstlerischen Schaffenswillen – wenn auch, wie sie schrieb, „oft zum Broterwerb“.

Eine Ausstellung also, die mehr als Bilder mit Spreewald-Motiven zeigt, weil hinter den Bildern Schicksale stehen. Die von Künstlerinnen, an die erinnert werden soll.

Die Schau im Stadt- und Regionalmuseum Schloss Lübben ist dann für Besucher  vom 26. Mai an bis zum 20. September mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen.

Autor: Detlev Simsch

  



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